"Mortal Terror dürfen sich hiermit offiziell als unkaputtbar bezeichnen" schrieb Stefan Glas im Rock Hard Review zum 2021er Release "Bite of the Underdog".
Und tatsächlich - 1986 im beschaulichen Hann. Münden zwischen Kassel und Göttingen begründet, sind Mortal Terror 2026 nun schon (unglaubliche) 40 Jahre in der Szene aktiv und haben sich über diesen langen Zeitraum einen festen Platz in der Underground Szene erarbeitet, der natürlich in der nordhessisch-südniedersächsischen Heimatregion besonders ausgeprägt ist – zählten Mortal Terror doch mit Bands wie Toxin und Reaper zu den "Veteranen" der regionalen Szene, die die metallische Sozialisierung vieler Metalheads und Musiker nachhaltig mit geprägt haben.
Nachdem zwischen 1988-1992 einige Demos veröffentlicht wurden, unterschrieben MT 1993 einen Deal bei D&S Records und veröffentlichten die Alben "The Evolving Self" (1994) und "Posthuman" (1996), auf denen neben dem klassischen Old-School-Thrash auch verstärkt Death-Metal und experimentellere Einflüsse zu hören sind. Nach dem Ende von D&S Records und einigen personellen Veränderungen kehrten Mortal Terror Ende der 90er mit neuem Schwung und deutlich rockigerem und reduzierterem Songwriting zurück, was auf den Demo CD's "A Strange Harvest" und "Graveyard Anthems For Unhappy Teenagers" hörbar wird.
Nachdem 2003 mit Jürgen Grauer (d) und Matthias Keyser (g) wieder ein stabiles Line-Up gefunden war, wurden mit "We Set Your Thoughts On Fire" (2004), "We are the Damned" (2010) und "Creating Destruction" (2016, Unholy Fire Records) drei Alben veröffentlicht, die den Stil der frühen Jahre wieder mehr in den Vordergrund stellten und mit einer Prise NWOBHM, einem kleinen Hauch Death Metal und einem ordentlichen Schuss punkiger Rock'n'Roll Attitüde würzten.
Vor allem seit "Creating Destruction" sind MT dabei noch mehr zu den Thrash und Speed Metal Wurzeln der 80er zurückgekehrt und haben Ihren ureigenen Stil noch stärker definieren und festigen können.
Dieser Weg wurde 2021 mit dem Nachfolgealbum "Bite of the Underdog" fortgesetzt und 2026 werden Mortal Terror mit dem neuen Album "Filthy Old Thrash" zum 40-jährigen Bandjubiläum noch einmal eine richtige Schippe drauflegen.
Stilistisch setzt FOT genau dort an, wo die bislang wohl zwei erfolgreichsten Veröffentlichungen der Bandgeschichte "Creating Destruction" und "Bite Of The Underdog" aufgehört hatten, geht aber nochmal einen großen Schritt weiter.
Mehr Speed, mehr Druck, mehr Dreck, mehr Drive, mehr Ideen und ein noch fokussierteres Songwriting ergeben puren, 100% authentischen und originellen Vollgas-Old-School-Thrash, der seine vielfältigen Einflüsse so verschmilzt, dass er jederzeit wie ein Original und nicht wie die Kopie der Kopie klingt.
Eine große Rolle spielen dabei definitiv auch Jann "Der Praktikant" Hoffmann (Lead Vocals) und Andreas Klein (Rhythmus Gitarre) die 2021 die langjährigen Mitglieder Stefan Kunth und Matthias Keyser ersetzt haben und viel Enthusiasmus und frische Energie in die Band gebracht haben. Dieses runderneuerte Line-Up hat inzwischen natürlich vor allem live überzeugen können und ist wahrscheinlich die stärkste Besetzung, in der MT seit langem zu sehen und zu hören waren. Diese Energie wird sich nun endlich und erstmals auch auf Tonträger manifestieren und wir sind sicher, dass sich das Warten gelohnt hat.
Filthy Old Thrash is coming for you right now!
DISCOGRAPHY
Humour Is A Matter OF Taste (Demo 1988)
United Nations (Demo 1989)
Guts and Diseases (Demo 1990)
The Functional Autonomy of Motives (Demo 1991)
The Cognitive Triad (Demo 1992)
Idiosyncratic (Demo 1993)
The Evolving Self (D & S Records 1994)
Posthuman (D & S Records 1996)
A Strange Harvest (Demo 1998)
Graveyard Anthems For Unhappy Teenagers (Demo 2001)
We Set Your Thoughts On Fire (Self Released 2003)
We Are the Damned (Self Released 2010)
Creating Destruction (Unholy Fire Records 2016)
Bite of the Underdog (Self Released 2021)
Filthy Old Thrash (Self Released 2026)